Spieleaufbewahrung

Inzwischen ist meine Brettspiele-Sammlung hier vor Ort auf ein gar nicht mal so kleines Maß gewachsen (lies: ein Billy-Fach reicht nicht mehr aus). Nun bin ja als Perfektionist bekannt, und das hat sich auch auf meine Spiele-Sammlung ausgeweitet: Früher (sic!) war das mit der Organisation des Spiel-Materials einfach: In der Box war ein Plastik-Einsatz, in dem jedes Teil seinen mehr oder weniger festen Platz hatte. Heute sieht das anders aus: Üblicherweise ist die Box randvoll mit Material, was in Plastiktüten geliefert wird. Meistens liegen gleich noch ein paar leere Tüten bei, damit man ein bisschen sortieren kann. Gut, vielleicht liegt das nicht nur daran, dass Plastikeinsätze teurer sind, sondern auch daran, dass ich inzwischen komplexere Spiele mit mehr Material bevorzuge…

Als Perfektionist gefällt mir diese Art der Aufbewahrung aber gar nicht: Alles fliegt nach dem Auspacken mehr oder weniger lose auf dem Tisch rum, und beim Zusammenpacken landet alles wahllos in einer Tüte die viel zu klein dafür ist. Zumindest, wenn nicht ich zusammenpacke 🙂 Dafür muss eine Lösung her! Hier schon mal ein kleiner Vorgriff, wie es jetzt aussieht:

Hier sind die Spiele „Agricola“, „Ein Fest für Odin“, „Legenden von Andor“ und „Isle of Skye“ zu sehen. In „Odin“ hat der Verlag zumindest schon mal soweit mitgedacht, die großen Boxen mitzuliefern, ansonsten wäre das aber auch wirklich ein totales Chaos geworden. Die anderen Boxen, die zu sehen sind, stammen von Conrad. Es gibt doch diese kleinen, billigen Boxen in verschiedenen Aufteilungen von 1 bis 18 Fächern. Hier die Variante 1×5, die anderen finden sich dort auch. Das „billig“ ist dabei nicht nur als „preiswert“ zu sehen: Die Boxen kosten nur 1-3€, sind aber auch wirklich billig gemacht. Die Deckel sind oft leicht bis stark verkratzt, die Farbe des Bodens ist Zufall und sie wirken auch ein bisschen zerbrechlich. Ich würde sie nicht online kaufen, vor Ort kann man sie vorher in Augenschein nehmen. Das zweite Element sind bedruckbare Aufkleber, in meinem Fall DIN-lang Aufkleber (gibt es identisch von verschiedenen Herstellern). Ich habe für diese mit GIMP Druckvorlagen gebastelt, die ich dann auf die Plastiktüten und die Boxen geklebt habe (teilweise zugeschnitten). Das sieht dann so aus:

Die Bilder für die Aufkleber stammen zum größten Teil aus den PDFs der Anleitungen, die man im Netz findet. Leider sind diese meistens ziemlich schlecht aufgelöst, daher habe ich teilweise die Originale auch eingescannt. Die Boxen sind sehr kompakt, damit passt dann auch alles in die Original-Boxen:

Und diese dann in meinen Schrank:

Damit gibt es jetzt endlich keinen Streit mehr, was in welche Tüte gehört. Teilweise lassen wird die Sachen auch direkt in in den Boxen und nehmen die Sachen zum Spielen direkt daraus, damit fliegt dann auch nicht mehr so viel Kleinkram auf dem Tisch rum.

Wenn jemand es mir nachmachen will, sind hier die Vorlagen als PNG und GIMP-Datei. Diese sind mit 300dpi genau auf die Größe eines DIN-A4-Blatts gelayoutet. Beim Drucken muss man ein bisschen aufpassen, dass der Drucker dass Bild nicht verkleinert. Im GIMP-Dialog muss man „Seitenränder ignorieren“ auswählen. „Randlos“ im Druckertreiber ist dagegen eine schlechte Idee: Damit wird das Bild zu groß 🙁 Und noch ein kleiner Disclaimer: Die Bilder unterliegen natürlich dem Copyright der jeweiligen Verlage.

Viel Spaß damit. Wenn Interesse an Vorlagen für andere Spiele besteht, einfach Fragen, wenn ich ein bisschen Zeit habe, bastele ich gerne welche 🙂 Ich habe sogar noch ziemlich viele Aufkleber-Bögen über, weil man immer 25 Stück kaufen muss…

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