Ein Kartengeber aus fischertechnik

Diesmal eine kleine Vorgeschichte: Bei uns bei uniKIK gibt es immer jede Menge Flyer, und diese Flyer müssen meisten in Packen von ca. 15 an die ganzen Schulen verschickt werden. Von der Druckerei kommt aber nur ein großer Haufen, also müssen die Flyer in einer wahnsinnig spannenden Aktion abgezählt werden. Langweilige Arbeit? Das kann doch auch eine Maschine machen, dachte ich mir 😉IMGP1869

Also fing ich mit einem Freund an zu planen, und holte dann zu Hause angekommen meine fischertechnik wieder herraus. Statt der Flyer habe ich erst Mal Karte genommen, aber es ging ja auch nur ums Prinzip. Also fing ich an die oben abgebildete Maschine zu konstruieren. Inzwischen ist das gute Stück fertig und funktioniert erstaunlich gut. Leider werden immer mal wieder zwei Karten durchgezogen, aber ansonsten funktioniert es perfekt. (Von ein paar verklemmten Karten mal abgesehen, die sich mit einer Führungsschiene auch noch beheben ließen). Hier ist eine Video, dass die Maschine in Aktion zeigt:

IMGP1873Die Ausgabe der Karten selber erfolgt über einen Gummireifen, der unter den Karten liegt. Ober auf dem Stapel ruht noch ein Stein, der für das nötige Gewicht sorgt. Vor dem Stapel ist eine Platte angebracht die nur einen ganz schmalen Schlitz hat, damit auch immer nur ein (oder zwei…) Karten hindurchrutschen. Davor ist dann noch ein Gummirad, dass dafür sorgt dass die Karten nicht hinter dem Schlitz stecken bleibenIMGP1872. Wichtig sind hier die weißen Innenteile der Räder: Ich hatte es zunächst mit den normalen roten versucht, aber diese waren einfach nicht fest zubekommen. Ich bin mir jetzt nicht sicher, ob man die einfach nicht festschrauben können soll, oder ob das ein Fehler ist… Mit den weißen aus dem ROBO Mobile Set funktionierte es jedenfalls.

Die Karten fallen dann über eine Rutsche vor eine Klappe, die sie so lange zurückhält, bis genug Karten angesammelt wurden. Dann wird die Klappe geöffnet, was durch einen Tasten an einem Encoder-Rädchen überwacht wird. Diese Verschraubung ist auch sehr lose, was aber sehr praktisch ist, so werden Karten, die in dem Schlitz hängen bleiben beim Schließen nicht zerknickt.IMGP1874

Der Vorgang wird über einen Taster gestartet (wie auch sonst…), der versteckt sich aber unter dem großen roten Plättchen. Dort kann man ihn mit einem 15° Winkel so befestigen, dass er durch das Plättchen betätigt wird. Finde ich deutlich besser, als die „Benutzer“ direkt auf den kleinen Taster drücken zu lassen!

Daneben sieht man noch eine einfache Ampel, die Teil des ausgefeilten Sicherheitskonzeptes ist: Wenn die Ampel grün zeigt, ist das System bereit. Drückt man auf den Taster springt die Ampel auf rot und die gelbe Lampe (s. Bild oben) fängt an zu blinken. Sollte man jetzt noch mal auf den Taster drücken wird der Summer ausgelöst. Ja, man könnte den Taster auch einfach ignorieren, und hätte dann auch keine Probleme damit, dass Ampel + gelbe Lampe + Summer 4 Outputs belegen, es macht einfach Spaß 😀

IMGP1875Das Zählen der Karten selber passiert einfach durch eine Lichtschranke, leider waren die Outputs etwas knapp, daher geht die Lampe der Lichtschranke zusammen mit dem oberen Transportrad an (sie könnte ja einfach an bleiben…). Dabei stellt sich heraus, dass so eine Lampe recht lange zum angehen benötigt: Lampe an und direkt auf „dunkel“ (durch eine Karte) zu warten ist keine gute Idee… Ich hatte erst mit Wartezeiten experimentiert (so ca. 0,3 sec), aber im Grunde ist es einfach einfach auf „hell“ zu warten 🙂

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5 Gedanken zu „Ein Kartengeber aus fischertechnik

  1. Hm. Vielleicht könnte man die Flyer auch mit einem Drucker abzählen. Da könnte man dann leere Seiten drucken und jeweils das Papierfach wechseln. Dann erzeugt man 20 leere Seiten aus Fach 1 (in dem die Flyer liegen) und danach eine leere Seite aus Fach 2 (in dem ein Trennblatt liegt). Das ist ja eigentlich die gleiche Mechanik 😉

    1. Ja, in diese Richtung hatten wir auch erst gedacht… 🙂 Aber das war uns dann zu riskant, weil die Flyer sich ja aufklappen könnten, und wenn das mitten im Drucker passiert… 🙁 Gerade bei dem großen Drucker (der ist ja der einzige mit zwei Fächern) wird das Papier ja sicher über zig Walzen gezogen.

      Zudem habe ich keine Ahnung, wie man auf zwei Papierfächern gleichzeitig drucken kann 🙂 Vermutlich müsste man direkt mit dem Treiber reden…

      1. Wäre trotzdem eine Überlegung wert. Man könnte die Flyer ja quer einziehen, damit sie nicht auffalten. Vielleicht findet man ja irgendwo ein altes Drückerchen. Auf Anwendungsschicht muss es irgendwie gehen das auszuselektieren, denn Word macht das bei Etiketten ja beispielsweise auch.
        Mit dem großen Drucker sollte man das allerdings wirklich nicht machen, denn der hat ja ein Zählwerk.

        1. Oh, das mit dem Zähler ist ein gutes Argument… Daran hatte ich gar nicht gedacht 🙂

          Mal sehen, ob wir noch irgendwo einen alten Drucker rumfliegen haben 😀 Aber ich fürchte, der Ricoh-Mann hat den alten mitgenommen…

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