Wirklich überflüssige Bücher

Ja, es gibt so manche Bücher, die man als Schüler als überflüssig bezeichnen möchte. Aber diese beiden Werke (die es wirklich zu kaufen gibt), machen mich doch etwas sprachlos.

Das erste habe ich bei einem kleinen Einkaufsbummel bei einer Buchhandlung gesehen:

decodeunicode – Die Schriftzeichen dieser Welt

Wie ich selbst gesehen habe, ist das ein wirklich umfangreiches Nachschlagewerk: Alle rund 100.000 Unicode-Zeichen sind dort mit Bild und Nummer aufgelistet. Sicher besonders interessant für … ähm Typographen! Man muss vielleicht noch dazu sagen, dass in dem Buch auch noch ein paar Artikel zum Hintergrund zu Unicode stehen, aber der größte Teil sind wirklich einfach nur alle Schriftzeichen…

Und den Preis für ein wirklich nutzlosen Buch gewinnt:

A Million Random Digits with 100,000 Normal Deviates

Dort stehen eben 1 Mio. zufällige Zahlen drin. Braucht man dringend für … gar nichts. Und dann auch noch mehr als 70€ für so ein Buch! Ich bin echt geschockt, was es alles zu kaufen gibt…

Und jetzt gibt es noch einen Bonus für die Leser meines Blogs: 100 garantiert zufällige Zahlen. Und das völlig kostenlos! Deploying Numbers in 3…2…1…Now

24 173 85 194 197 179 225 89 141 149 193 100 26 83 187 146 124 31 51 79 184 32 79 81 158 221 211 141 94 21 86 0 26 16 32 137 49 58 57 115 43 88 168 41 52 87 62 112 53 22 254 32 184 121 139 194 243 150 211 79 187 123 229 55 213 235 247 56 76 255 178 99 149 177 74 254 113 46 83 233 84 43 186 69 87 150 101 255 46 238 77 71 63 11 34 4 210 93 17 239 192

3 Gedanken zu „Wirklich überflüssige Bücher

  1. Also das Buch mit den Zufallsziffern ist echt der Hammer. Habe auch dazu die 5-Sterne-Top-Rezension auf Amazon gelesen! Also ein wirklich empfehlenswertes Buch! Ich zitiere (http://www.amazon.de/product-reviews/0833030477/ref=dp_top_cm_cr_acr_txt?ie=UTF8&showViewpoints=1):
    „Selten hat es solch ein Buch gegeben, das mich von der ersten bis zur letzten Seite so gepackt hat. Einige Puristen mögen sich am eher konventionellen Anfang von 10097 stören, aber von 65781 bis 94356 baut sich kontinuierlich ein Spannungsbogen auf, der den Leser ständig im Atem hält und der im furiosen Abschluss (der hier nicht verraten werden kann) endet.“

  2. Also eine Million richtig gute Zufallszahlen kann man immer mal gebrauchen. Aber das Unicode-Buch braucht echt niemand, steht alles unter unicode.org.

  3. Warum man von diesem Buch eine Neuauflage gemacht hat, ist mir zwar auch ein Rätsel, aber die 1. Auflage von 1955 war garantiert nicht sinnlos. Damals gab es noch keine Computer, die einem innerhalb von Sekunden eine (Pseudo-!!!) Zufallszahl lieferten. Für Statistiker (oder auch Verschlüsseler) war dieses Buch wahrscheinlich von sehr hohem Wert. Allerdings möchte ich gern wissen, wie man so ein Buch zu der Zeit überhaupt zusammenstellen konnte. Wer das Korrekturlesen oder (per Hand!) Setzen musste tut mir jetzt noch Leid.

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