Südafrika: Garden Route (Tag 1-3)

Der zweite „große“ Teil meiner Reise war eine sechtägige Tour entlang der sog. „Garden Route“, also der Südküste von Südafrika. Es ging von Kapstadt aus immer nach Süden bis zum Addo Elelephant National Park und dann wieder zurück nach Kapstadt. Wir waren eine wirklich wunderbare Gruppe aus 12 Leute; zusammen mit unserer supernetten Reiseleitung passten wir gut in einen Kleinbus mit 14 Sitzen. Und wir hatten wirklich viel Spaß in diesem Bus 😀

Jeden Abend sind wir in einem Hostel angekommen, wo wir Abendbrot und Frühstück bekommen haben und übernachtet haben. Man hatte bei der Buchung die Wahl, ob man im „Dorm“, also im Gemeinschaftsschlafsaal oder in einem Einzelzimmer übernachten wollte. Ich habe, nicht zuletzt weil es billiger war, das Dorm genommen. Vor der Reise hatte ich mir ein bisschen Sorgen gemacht, wie viel Schlaf man da so finden würde, das war aber völlig unberechtigt. Wir waren vier Leute aus unserer Tour im Dorm. Die Räume waren meisten für acht Leute gedacht aber nie komplett voll. In den Zimmern war es aber immer ruhig, schon alleine weil die meisten nach einen anstrengenden Tag einfach nur noch in ihr Bett gefallen sind 🙂

Generell sind die Hostels in Südafrika großartig! Die Einrichtung ist zwar einfach, aber alle Hostels in denen wir waren, waren liebevoll geführt, und vor allem immer sauber. Das würde in Deutschland vermutlich locker einem 2-Sterne-Hotel entsprechen. Durch das Dorm und das gemeinsame Abendessen hat man auch immer die Möglichkeit Leute kennen zu lernen (und es sind wirklich interessante Leute in Südafrika unterwegs 🙂 ). Die Hostels sind auf jeden Fall eine Empfehlung!

Am ersten Tag unsere Tour sind wir vor allem viel gefahren, wir haben aber zwischendrin noch eine Weinprobe gemacht (nicht so ganz mein Ding) und eine Tropfsteinhöhle besichtigt (schon eher). Abends gab es dann Straußenfleisch zu essen (relativ lecker, aber ein bisschen trocken).

Am nächsten Tag wurde es dann anstrengender: Wir haben zunächst eine Kanu-Tour auf einem kleinen Fluss gemacht und sind dann ein Stückchen gewandert bis zu einem Wasserfall. Dort haben wir gepicknickt und haben dann die gleiche Tour wieder zurück gemacht. Leider fehlte uns und einer anderen Gruppe auf dem Rückweg ein Kanu, wie sich später herausstellte hatten die Wanderer geklaut, die dachte, die ständen zu freien Verfügung… Ich hatte schon mal in der Schule eine Kanu-Tour gemacht, was ich als anstrengend und nervig in Erinnerung hatte. Diese Tour war jedoch wirklich toll. Der Fluss war ruhig, und die Landschaft in Südafrika wie immer großartig. Außerdem hat niemand versuch uns nass zu spritzen oder uns zu rammen…

Abends sind wir wieder an einem Hostel angekommen, diesmal eines das am Strand lag. Hier konnten wir einen Strandspaziergang machen, und dann abends den Sonnenuntergang ansehen.

Am dritten Tag gab es die Möglichkeit, optionale Aktivitäten zu unternehmen (oder eine Wanderung zu machen). Die erste Möglichkeit war Bungee-Jumping von den höchsten kommerziell betriebenen Absprungstelle, der Bloukrans River Bridge mit 216m Höhe. Zwei Leute aus unserer Gruppe haben das tatsächlich gemacht… Die Alternative war „Ziplining“. Hierbei rutscht man in einem Klettergurt mit Hilfe einer Rolle an einem Stahlseil nach unten, wie es auch oft am Ende von Hochseilgärten zu finden ist. Diese Tour bestand aus 10 Seile von bis zu 90m Länge die in den Baumwipfeln gespannt waren. Das ganze war ganz nett, allerdings hat man die meiste Zeit mit Warten verbracht, da jede Person von jedem der Seile von einem Mitarbeiter ein- und wieder ausgehängt wurde. So war man eine gute Stunde unterwegs, aber nur vielleicht 10min aktiv…

Als Entschädigung gab es dann Abend ein tolles Hostel (naja, wohl eher ein Guesthouse, die bessere Version) auf eine Zitrusfarm. Unser „Dorm“ war ein kleines Häuschen mit zwei Etagen, ich hatte die obere Etage 😀

Damit waren wir dann am Addo Park angekommen, und am nächsten Morgen ging es früh los… doch dazu mehr im nächsten Beitrag!

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