Semester-Planungschaos

Vor jedem Semester steht die gleiche Aufgabe an: Die Planung der zahlreichen Vorlesungen. Ich prokrastriniere das immer: „Das reicht ja kurz vor Beginn des Semesters“…“Du musst da noch mal drüber nachdenken“..

Nachdem ich jetzt aber schon die ersten fertigen Stundenpläne meiner Kommilitonen gesehen habe, war es wohl wirklich mal wieder Zeit dafür. Doch es ist jedes Jahr eine nervige Aufgabe, es gibt einfach zu viele Möglichkeiten. Natürlich ist da der Regelstudienplan. Doch da geht es schon los: Wahlpflicht heißt das Zauberwort, sie müssen nur 4 aus 5 wählen. Oder am besten doch alle 5, sonst fehlen ihnen später Leistungspunkte (LP). Das ist nämlich das tückische: Für jedes Modul, jeden Kompetenzbereich gibt es einen mindest-LP Angabe – aber mit der kommt man nicht auf die 180 LP, die man für seinen Bachelor braucht. Also muss irgendwo noch mehr gemacht werden. Nur dafür gibt es dann meistens gleich an Fülle an Wahlmöglichkeiten, aus denen im schlechtesten Fall sich alle(!) mit Pflichtveranstaltungen überschneiden. Toll.

Um an die Überhaupt ran zu kommen, muss man aber natürlich im Lehrveranstaltungskatalog nachsehen, Termine stehen aber nur in Stud.IP – oder vielleicht auch auf der Institutsseite. Vielleicht auch nirgendwo. Oder Sie stimmen nicht ganz (4 Semesterwochstunden, immer Montags 13-14 Uhr. Hä?).

Wenn man dann erst Mal ungefähr einen Plan hat, was man den dieses Semester studieren will, und die Veranstaltungen auch alle im Stud.IP eingetragen gefunden hat, geht es schon wieder los: Eine Veranstaltung habe ich gar nicht gefunden (Stud.IP ist ja keine Pflicht), und bei zwei Übungen kann man sich erst am 1. bzw. 14 April eintragen. So lange kann man sie aber auch nur als „Vormerkung“ in den Kalender eintragen, die man aber – warum auch immer – nicht ausblenden kann. Immerhin kapiert der Kalender inzwischen, dass man gerne das Sommersemester anzeigen möchte, auch wenn noch Winter ist. Letztes Semester ist er bei jeden Klick wieder zurückgesprungen…

Hat man diese Hürde genommen geht es weiter: Von den meisten Übungen gibt es mindestens zwei Termine, von manchen auch schon mal sieben oder mehr. Also erst mal alle ausblenden (wenn es denn geht!), die sich mit nicht-verschiebaren Terminen überschneiden. Und dann bleiben noch … viele … Möglichkeiten den Rest zu gestalten.

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Wählen Sie eines aus jeden Farbe (ohne Grün und Gelb), so dass sie jeden Mittag Zeit zu Essen haben, ab und zu auch noch zum Arbeiten bei Ihrer Hiwi-Stelle kommen, und nach Möglichkeit nicht schon um neun in der Uni sein müssen (ich bin Student!). Wenn es geht, schaffen sie einen freien Tag, optimalerweise Montag oder Freitag. Geht hier natürlich nicht.

Ganz ehrlich: Ich hasse das. Irgendwie habe ich immer das Gefühl, wenn ich mir eine Kombination vorgestellt habe, die anderen schon wieder vergessen zu haben. Gibt es da nicht Software zu, mit der man das visualisieren kann?

Ja, irgendwie ist es schon schön, an einer Uni zu sein, und in solchen Dingen eine gewisse Freiheit zu haben. Aber es nervt einfach, sich alle Informationen immer erst von zig Website zusammensuchen zu müssen. Aber an einer Uni scheint wohl – wie in eigentlich allen Dingen – ein wenig kreatives Chaos zu herrschen. Ist ja irgendwie auch schön. Und der Stundenplan steht inzwischen auch 🙂

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