Musik mit Diskettenlaufwerken

Ohne viele Worte 😉

Das ganze sind viel Diskettenlaufwerke, dazu ein Breadboard mit einem ATmega328, die Software stammt nicht von mir, das ist Moppy.

Das ganze mache ich für ein Schülerprojekt an der Uni Hannover, dort werden wir spezielle Boards (mit der Schaltung auf dem Breadboard) löten, und dann ein wenig mit Arduino-Code rumspielen, bis wir schließlich unsere Raum-Nachbarn mit vielen Diskettenlaufwerken nerven können.

Ein Prototyp des PCB ist auch gestern gekommen, sieht wunderbar aus. (Mein erstes selbst gemachtes PCB!) Ich hatte auch mal versucht, eine eigene Software zu schreiben, aber die von SammyIAm funktioniert einfach besser (und MIDI ist eine ganz schön komplizierte Sache. Jede Menge MIDI-Dateien, die für Floppys optimiert wurden, findet man übrigens bei GitHub.

Neben der Software war die Stromversorgung ein großes Problem, ich hatte erst versucht da was mit einem iPad-Ladegerät zu bauen, aber das ist einfach zu schwach. Schlussendlich habe ich jetzt doch ein altes PC-Netzteil aus dem Keller geholt, und das funktioniert tadellos (hätte ich gleich machen sollen…).

Wenn ihr also noch Schüler ab der 9. Klasse aus Hannover kennt, wir suchen noch Teilnehmer 😉

4 Gedanken zu „Musik mit Diskettenlaufwerken

  1. Hahaha… wie geil die ollen Diskettenlaufwerke! 🙂
    Uebrigens und apropos MIDI:
    Schon mal versucht einem normalen MIDI-Keyboard, also zum Beispiel so einem Yamaha-Teil aus dem Otto-Katalog das Sprechen beizubringen?
    Es gab da ja vor einiger Zeit mal so einen Kuenstler, keine Ahnung wie der hiess, der ein Kind irgendwas vorlesen liess und das dann entsprechend aufbereitet an ein midifiziertes Klavier uebertragen hat. Sagen wir mal so: Man konnte erkennen, dass da irgendwas spricht, aber so richtig verstaendlich war es eigentlich auch bei genauem Hinhoeren nur stellenweise. Ach Momento… mal gerade auf YT suchen:
    https://www.youtube.com/watch?v=muCPjK4nGY4
    Mit einem MIDI-Keyboard geht das aber schon ganz gut und zwar dann wenn man NICHT staendig irgendwelche Tastendrueckt, sondern die nur zu Beginn anschlaegt und dann mittels Pitchbender die Frequenz und mittels Kanallautstaerke eben die Lautstaerke eines naja Kanals regelt. Wenn man nun also die zu sprechende Audioquelle in Sinusschwingungen zerlegt und jeweils eine einzige ueber einen MIDI-Kanal wie eben skizziert ausgibt, kann man mit Beruecksichtigung des Uebertragungslimits ungefaehr 10 oder 12 Sinusschwingungen parallel ausgeben. Das reicht um etwas verstaendliches zu produzieren. Leider gibt’s im MIDI-Standard keine Belegung wo irgendwo explizit ein Sinuston vorkaeme, aber die 70er-Sounds (Instrument 78 oder 79) sind schon brauchbar. Die Soundkarte von meinem Uralt-PC hatte sogar polyphonic Aftertouch, da ging das noch besser weil man dann weniger Bytes senden muss und obendrein auf einem Kanal mehr Frequenzen/Lautstaerken senden kann (ddie Soundkarte auf meinem jetzigen PC hat aber leider kein PolyAT mehr).
    Wenn Dich das interessiert, sag an, dann such ich den Kram nochmal raus und setz einen Link. Irgendwo muesste noch ein MIDI-File rum fliegen auf dem die Nachrichten gesprochen werden und auf meinem Otto-Katalog-Yamaha war das sehr verstaendlich, auf dem PC sowieso. 🙂
    PS: Ach nein, nix Sinus-Schwingung (also keine FourierAna)… das klingt nicht. Bandpass-Filterbank gibt bessere Ergebnisse, fiel mir noch gerade ein… 🙂

  2. Da die Dateien noch auf meiner Experimentier-HP rum lagen, hier mal ungefragterweise besagte MIDI-Files…
    Auf einem Yamaha-PSR-Keyboard klingt das wie auf meinem PC (vermutlich aehnlicher Chip). Mit Timidity++ oder auch auf dem ollen iPad klingt es kaelter und etwas abgehackter – iPad hat ja auch keinen HW-Synth und benutzt vermutlich Timidity++ als Bibliothek im Modizer oder was ich da fuer ein Programm fuer verwendete zum Anhoeren. Es wurde mir von dem ein oder anderen berichtet, dass sich die Dateien nicht abspielen liessen. Das kann evtl. mit der Datenrate zusammenhaengen, sollte aber eigentlich im gueltigen Bereich sein. Bei mir laeuft es wie gesagt auf dem Yamaha, PC (hier Winamp und WinMedia sowie Timidity++), iPad (Modizer glaub ich). Kann auch sein, dass der Mac-User Probleme hatte, ich weiss nicht mehr – schon etwas her.
    Konfiguration 1 – nicht optimal, aber meist verstaendlich :
    Maennlicher Sprecher, besser verstaendlich:
    http://www.erbsenkopf.de/insay1.mid
    Weibliche Sprecherin, weniger verstaendlich:
    http://www.erbsenkopf.de/dlf3.mid
    Konfiguration 2 – sollte wirklich verstaendlich sein, sonst Ohrenarzt 🙂 :
    Maennlicher Sprecher (Text wie oben) :
    http://www.erbsenkopf.de/insay3.mid

    1. Wow, das ist ja wirklich beeindruckend!
      Bei mir lässt sich auch nur Datei 1 abspielen (mit Windows Media Player), aber ich versuche das noch mal auf einem Linux-Rechner mit Timidity++. Ein Freund von mir hat ein Midi-E-Piano, dem werde ich das auch mal schicken.

      Auf Diskettenlaufwerken wird das wohl nichts werden, dafür werden 6 Stimmen wohl kaum ausreichen, aber ausprobieren werde ich es auch jeden Fall, wenn wir die AG noch mal halten.

      Vielen Dank fürs Zeigen!

      1. Diskettenlaufwerke zum Sprechen bringen ist sicher eine ordentliche Herausforderung. 🙂 Allerdings, so ganz unmoeglich sollte es nicht sein: So mit ein paar hundert Laufwerken einerseits ODER indem ein paar weniger Laufwerke ein sehr langsames und tiefes Sprachsignal erzeugen, dessen Aufnahme man dann spaeter schneller abspielt, koennte es schon klappen… oder auch mit einer Handvoll Nadeldruckern. Beides duerfte dem Klang nach aber eher zum Abrocken geeignet sein. 🙂
        Timidity++ laeuft uebrigens auch unter Win, wie auf meiner Kiste zum Beispiel. Aber mit dem E-Piano wird es wohl nicht klingen, es sei denn, dass es noch die MIDI-Standard-Sounds so als Bonus drauf hat.

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