Lightworks Beta: Nichts für Hobbyfilmer

Es ist schon fast eine Tradition: Jedes Jahr nach dem Urlaub wird natürlich auch ein Film produziert. Am Anfang habe ich das mit dem Movie Maker gemacht, dann bin ich zu Pinnacles gratis Software Video Spin gewechselt.

Die hat zwar schon mehr Funktionen als der Movie Maker, aber doch noch ein paar Bugs. Dazu kommt noch, dass ich gerne mehr Funktionen wie Keyframes usw. hätte, und das Programm ab und zu wirklich nerven kann (fehlende Vorschaubilder etc.).

Jetzt hatte ich vor einiger Zeit Lightworks gefunden. Mit dem Programm wurden angeblich schon Hollywood-Filme geschnitten (z.B. The King’s Speech). Jetzt gibt es eine Beta Version kostenlos auf der Website zum Download.

Das Programm ist ein bisschen gewöhnungsbedürftig, aber wenn man sich diese Videos auf YouTube angesehen hat, sollte man hinter das Konzept kommen. Hier ist eine Playlist mit allen Tutorial Videos:


Ansich hat Lightworks alles, was ich haben wollte: Gute Editerfuktionen (wenn man sie denn mal verstanden hat), Keyframes für Effekte, Lautstärkeanpassungen, und man kann die Audio und Videospur getrennt bearbeiten und verschieben. Genau die Dinge, die mir immer gefehlt haben.

Doch jetzt kommt das große aber: Man merk der Software noch an, das sie noch Beta ist. Zwar ist sie nicht abgestürzt, aber ab und an kann man einen Effekt nicht „unfolden“, und teilweise verschwinden die Effekte aus dem Editor. Teilweise sehr nervig.

Und der zweite Punkt ist der, auf den auch die Überschrift abzielt: Es gibt zu wenig Effekte. Für den Profi ist alles dabei: Farbabstimmungen, Crossfade, Über-Schwarz-Blenden, und sogar 3D-Transformationen. Die Effekt lassen sich sogar hinter ein andere schalten, und über einen Editor kombinieren. Doch die ganzen Effekte die man als Hobbyfilmer braucht, fehlen. Ja ich rede hier von den „unseriösen“ Effekten, wie Fades über Sterne/Quadrate/whatever, oder Sachen wie Streifen.

Solche Effekte sind in einem normalen Film völlig fehl am Platze, das ist klar. Aber in einem Urlaubsfilm, in dem eigentlich nicht passiert (;)), müssen sie einfach sein, um alles etwas aufzulockern. Wenn es solche Effekte noch gäbe, würde ich Lightworks wirklich mögen. Aber so ist es für mich leider nicht zu gebrauchen…

So wie es aussieht, muss ich doch wohl wieder Pinnacle Video Spin benutzen, und eventuell im Laufe des Jahres mir mal ein kommerzielles Programm zulegen. Ich brauche etwas, das genug Fuktionen hat, um auch Sachen wie Keyframes benutzen zu können, aber noch nicht so professionell ist, das keine guten Effekte mehr vorhanden sind. Und zu teuer soll es natürlich auch nicht sein… (Ich glaube ich wäre der perfekte Kunde für FCPX :P)

Wenn also jemand einen Tipp hat, immer her damit…

Ich bin jetzt jedenfalls erst mal drei Wochen dabei, neues Filmmaterial aufzunehmen :). So lange gibt’s hier natürlich auch keine neuen Posts.

3 Gedanken zu „Lightworks Beta: Nichts für Hobbyfilmer

  1. Toller Artikel, und alles stimmt wie du es bzgl. Lightworks geschreiben hast.
    Allerdings bezweifle ich, das FCPX hier tatsächlich als Vergleich herhält, u.a. aus folgenden Grunden:
    FCP gibt es bislang nur für MAC, die zuvor beschriebenen Programme sind aber für Windows-Plattformen.
    FCPX schneidet im Vergleich zu den Vorversionen, insbesondere der V7, bei den meisten Profis sehr schlecht ab, u.a. weil Apple ständig die Codec-Unterstützung willkürlich „umgestaltet“. Man könnte vereinfacht auch sagen „über den Haufen wirft“.
    Das macht FCP nicht immer und unbedingt stabiler, und ja, auch MACs hängen sich nicht unbedingt seltener auf als ein gut konfigurierter PC (ich habe da meine Erfahrungen).
    Zudem finde ich nicht unbedingt, dass die Effektpalette bei FCP besser für Holiday-Filming geeignet ist, denn auch FCP zielt ursprünglich auf Profi-Anwendungen ab.

    Viele Grüße,
    Tim

    1. …sorry, noch was vergessen:
      Schau dir mal PowerDirector von Cyberlink an, ich denke das könnte genau das Richtige für dich sein: Viele Effekte, die meisten davon für Urlaubsfilm 100% kompatibel 🙂
      Zudem ist die direkte AVCHD-Formatunterstützung in der Timeline sehr schnell und prima gelungen, und weil das mittlerweile von den meisten Kameras genutzt wird, spart man sich dabei stundenlanges Transcodieren und Festplattenplatz, einen aktuellen Rechner mit mind. 4 CPU-Kernen voraus gesetzt.

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